Wo sonst könnten meine Bücher spielen wenn nicht in meinem Lieblingsland Frankreich? Und wir starten mit ... Lyon.

 

Diese Stadt habe ich im Frühjahr 2017 besucht und war sofort verliebt. Hier findet man alles: alte und neue Stadtteile, Hightec und antik anmutende Technik. Moderne und historische Gebäude. Und natürlich das typische lyonnaiser Essen. Sooo lecker! Nicht umsonst wurde hier Paul Bocuse geboren. Doch kommen wir zur Geschichte...

 

Gaspard kennen wir ja schon "Guide to Heaven". Er ist der Bruder von Juliette und taucht auf deren Hochzeit auf. Damals flüsterte er mir zu, er würde gerne auch ein Buch "haben". Und hey, wie soll ich ihm das verwehren? 

 

Charlotte, oder Charly genannt, ist angehende Psychologin und erkennt deshalb schnell, dass Gaspard ein dunkles Geheimnis hat. Ihr liebstes Hobby gibt sie allerdings bald auf...  

 

Wollt ihr wissen, wer meine Muse für die Figur des Gaspard war? Na, er! Sein Name: Gaspard Ulliel, Franzose. Von Beruf Schauspieler. 

 

Genauso habe ich mir "meinen" Gaspard immer vorgestellt. Ihr solltet unbedingt mal im Internet nach Fotos von ihm suchen. Aber Vorsicht: echt heiß!

 

Die Narbe auf der Wange ist übrigens von einem Hundebiss im Kindesalter, aber genau die macht ihn so besonders, finde ich. Er ist kein makelloser Schönling, sondern ein Hingucker.  

 

(Foto: Pinterest)

 

Dieses Buch spielt ja in Lyon. Und was soll ich sagen? Es ist eine wundervolle Stadt. Ich habe so gut es geht versucht, den besonderen Flair der Metropole an der Mündung von Rhône und Saône zu beschreiben. 

 

Am einfachsten wäre es, wir würden zusammen dort hinreisen und uns alles anschauen. Kommst du mit? 

 

(Foto: only Lyon)

 

Eine Besonderheit im Herzen von Lyon, auf dem Platz Bellecour, muss ich dir noch zeigen. 

 

Dort sitzen, auf einer Marmorsäule, die Figuren des Kleinen Prinzen und seines Schöpfers, Antoine de Saint-Exupéry. Der Schriftsteller wurde in Lyon geboren und hat zuletzt gegenüber des Platzes gewohnt. 

 

Am Sockel der Statue steht sein berühmter Satz: 

 

"Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar."

 

(Foto: Only Lyon)

 

Natürlich findest du auch hier das leckere Rezept der Ravioli mit Ricotta und Rucola, das Charly vom Besitzer des Restaurants in Saint-Charmond bekommen hat. Ihr solltet dort unbedingt vorbeischauen, denn auch das Lokal existiert wirklich! 

 

Für die Ravioli 300 g Mehl, 3 Eier (Gr. M), 1/2 TL Salz, 2 EL Öl und 1 EL Wasser erst mit den Knethaken des Handrührgerätes, dann mit den Händen so lange kneten (10-15 Min.), bis er glatt, glänzend und   elastisch ist. Teig in Frischhaltefolie ca. 1 Stunde     ruhen lassen.

Des Weiteren wird benötigt:

3 EL Pinienkerne 

50 g getrocknete Tomaten in Öl 

250 g Ricotta (ital. Frischkäse) 

2 TL Pesto (Glas) 

   Salz 

   Pfeffer 

   Mehl 

1 Bund Rucola (Rauke) 

1 Zwiebel 

2 TL Olivenöl 

150-200 g Schlagsahne 

1 TL Gemüsebrühe 

2 EL heller Soßenbinder 

200 g Kirschtomaten 

 

Zubereitung: 

Kerne rösten, herausnehmen. Getrocknete Tomaten abtropfen, fein würfeln. Mit Ricotta, 2 EL Kernen und Pesto verrühren. Abschmecken.

Nudelteig halbieren. Hälfte auf Mehl zum Rechteck (ca. 20 x 50 cm) ausrollen. In ca. 5 cm Abstand je 1 TL Füllung daraufsetzen. Teigränder und -zwischenräume mit Wasser bestreichen. Rest Teig gleich groß ausrollen, darauflegen. Ränder und Zwischenräume gut andrücken. Ca. 5 cm große Ravioli ausschneiden.

Ravioli portionsweise in reichlich kochendes Salzwasser geben und 6-8 Minuten gar ziehen lassen.

Rucola putzen, waschen. Hälfte fein schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. In 1 TL heißem Öl andünsten. 1/8 l Wasser, Sahne und Brühe einrühren, kurz köcheln. Mit Soßenbinder binden und abschmecken. Kleingeschnittenen Rucola in die Soße rühren.

Tomaten waschen, evtl. halbieren. In 1 TL heißem Öl 2-3 Minuten dünsten, würzen. Ravioli herausheben. Mit Soße, Tomaten, übrigen Pinienkernen und Rest Rucola anrichten.

Dazu ein kühler Weißwein. Bon appetit. 

(Foto: Chefkoch.de)



 

Viele von euch hätten ja gedacht, dass Francois als nächstes kommt, doch Thomas hat sich einfach vorgedrängelt. 

 

Die Idee zu dieser Geschichte kam mir, als ich mit zwei Freundinnen im Jahr 2019 auf der Frankfurter Buchmesse an einem Stand für kulinarische Reiseführer die Hefte anschaute. Was wäre, wenn Thomas, der Restaurantbesitzer, jemanden kennenlernen würde, der mit Kochen überhaupt nichts am Hut hat? Gerade dieser Kontrast machte es dann spannend. 

 

Dabei ist Ella eine so wundervolle Frau, die, wie ich weiß, alle ins Herz geschlossen haben. Als Künstlerin arbeitet sie in einer Galerie und trifft morgens in der Metro auf Thomas. 

 

Ursprünglich wollte ich die erste Szene in einer Straßenbahn spielen lassen, stellte dann aber fest, es gibt kaum Straßenbahnlinien in Paris. Die Route, die die beiden zusammen fahren, stimmt natürlich und auch das beschriebene Haus, in dem Thomas wohnt, steht am Place d'Italie im Südosten von Paris. 

 

Turin in Norditalien habe ich vor vielen Jahren besucht und daher war für mich sofort klar, dass Ella aus genau dieser Stadt stammt. 

 

Der Ort, in dem ihre Großmutter wohnt, liegt etwas außerhalb von Turin. 

 

Ihre Großmutter Carola hat wohl sehr viele Fans bekommen und vielleicht schreibe ich irgendwann mal ein Buch mit ihr als Hauptfigur. 

 

(Foto: 22Places)

 

Beim Schreiben dieses Buches hatte ich eigentlich immer Hunger, denn was Thomas alles leckeres zauberte.... yummy!

 

Hier sein Rezept für Himbeer-Tiramisu

 

Zutaten

Für 2 Gläser (à ca. 300 ml Inhalt) 

150 g TK-Himbeeren 

4 EL Orangenlikör oder Orangensaft 

3 EL Zucker 

1 Pck. Sahnefestiger 

250 g Magerquark 

75 g Schlagsahne 

10 dünne Orangenkekse (z. B. „Azora“) 

 

Zubereitung

Die Himbeeren mit 2 EL Likör beträufeln und mit 1 EL Zucker bestreuen, dann bei Zimmertemperatur auftauen lassen.

2 EL Zucker und Sahnefestiger mischen. Unter den Quark rühren. Sahne steif schlagen, unterheben. Die Hälfte der Creme mit Himbeeren, bis auf 2 EL, verrühren.

Je 2 Kekse in zwei Gläser geben, mit etwas Likör oder Saft beträufeln. Löffelweise beide Cremes abwechselnd einschichten, dabei je Glas 2 Kekse dazwischen legen und mit dem restlichen Likör beträufeln. Übrige Himbeeren einfüllen und mit je 1 Keks verzieren. Mindestens 2 Stunden kaltstellen. Bon appetit! 



 

Schon sind wir am Ende der French Trouble-Reihe. Doch Francois und Simone nehmen dich noch einmal mit auf eine abenteuerliche Reise.

 

Wer mir auf Facebook folgt, weiß, dass es wirklich eine Simone in meinem Leben gibt und sie sieht genau so aus, wie ich sie im Buch beschrieben habe. Sie stammt sogar auch aus Mannheim und ihre Eltern heißen Corinna und Edwin. Nur haben diese keine Möbelfabrik und Simone arbeitet nicht für einen Rechtsanwalt oder leitet eine Kunststiftung. 

 

Francois habt ihr ja schon im ersten Band kennengelernt und auch Simone kam kurz vor. Doch irgendwie brauchte ich mehr Zeit, ihre besondere Geschichte entstehen zu lassen, daher bilden sie den Abschluss. 

 

Die Verwicklungen der beiden Familien war nicht so einfach darzustellen, aber ich hoffe, ich habe alle losen Enden wieder zusammengefügt. 

 

Neben Mannheim spielt die Stadt Bordeaux eine besondere Rolle in dieser Geschichte. Gelegen an der Atlantikküste Frankreichs hat sie neben der lebhaften City-Livestyle auch den Strand zu bieten. 

 

Sprachlich ist diese Metropole auch interessant, denn hier spricht man tatsächlich noch okzitanisch. Nach längerem Suchen fand ich im Internet ein Wörterbuch für okzitanisch und setzte den Spruch "Bei den Steinen der Garonne haben wir es geschworen" in dieser alten Sprache zusammen. Gut, oder? 

 

Irgendwann werde ich sicherlich diese Stadt besuchen und mich auch die Spuren von Francois und Simone begeben!

(Foto: Bordeaux.com)

 

Wie in jedem Buch gibt es auch hier ein Rezept... 

 

Poulet en cocotte du midi oder in Deutsch:

Huhn auf südfranzösische Art im Topf

 

Zutaten für 2 Portionen

4 kleine Hühnerbrüste

2 EL Öl

60 g Speck, gewürfelt 

1 große Zwiebel, gehackt 

½ Bund Suppengrün, geputzt 

½ Lorbeerblatt

     n. B. Thymian, Majoran

     2 ½ große Tomaten   

     250 ml Wein, rot, leicht 

     ½ Glas Cognac

     n. B. Salz und Pfeffer.

 

Zubereitung

Hühnerbrüste in einem großen Topf in Öl anbraten. Den Speck dazugeben und anbraten. Zwiebeln, Suppengrün, Lorbeerblatt, Thymian, Majoran klein schneiden und auch in den Topf geben und mitbraten.

Tomaten blanchieren, häuten, würfeln und ebenfalls in den Topf schmoren. Rotwein, Cognac, Salz und Pfeffer dazu geben und mit Deckel bei kleiner Hitze ca. 1 Stunde garen.

Das Gericht schmeckt am besten mit frischem Baguette.

 

(Foto: Chefkoch.de / Kaffeeluder


 

Ein letztes Wort möchte ich noch zu den Covern und den Titeln loswerden. 

 

Gaspard, Thomas und Francois machen in den Büchern eine Entwicklung durch. Eine Entwicklung zum Guten. Denn nach dem Kampf und dem Überleben heilen sie schließlich durch die Liebe. Und somit werden auch die Cover immer heller und freundlicher. Meine wundervolle Designerin Olivia hat meine Ideen mit den Wellen und der Stadt Paris im Cover und dem psychologischen Effekt genau umgesetzt, finde ich.