Kurs bei der Volkshochschule

Teil 1 - Der Beginn

 

Hier werde ich euch über meine Erfahrungen in der Volkshochschule berichten und ihr könnt verfolgen, was wir so für Aufgaben zu bewältigen haben. 

 

Wir wollen noch besser werden.... so dachte ich mir das und meldete mich und meine Tochter zu einem Kurs bei der Volkshochschule, kurz VHS, an. Titel des Kurses: "Kreative Schreibwerkstatt". Klingt doch gut, oder? Zusammen mit sieben weiteren Frauen und einem Mann würde ich also meine Kenntnisse erweitern. 

Nach einer kurzen Vorstellrunde ging es auch gleich los. Aus nur drei Wörtern, die uns vorgegeben wurden, sollten wir in 20 Minuten eine Kurzgeschichte schreiben. So aus dem Stehgreif. 

 

Ich habe mir folgende Wörter ausgesucht: "Nüsse - Nackenschmerzen - Auszeit".... Diese Geschichte ist daraus entstanden.

 

Das schwarze Eichhörnchen

 Es war Herbst, fast schon November. Wie immer eine Zeit voller Hektik und Termine. Marlene dachte mit Entsetzen daran, was sie alles noch erledigen musste: Die Kinder Jan und Jule brauchten neue Stiefel und warme Jacken. Unfassbar, wie schnell sie wieder gewachsen waren. Gähnend lehnte sie an der Küchenzeile ihres Reihenhauses, in das sie mit Tobias kurz nach ihrer Hochzeit gezogen waren. Bis gestern war es noch sonnig und warm gewesen, doch heute regnete und stürmte es. Typisches Herbstwetter eben. Die Dämmerung setzte gerade ein.

Plötzlich bemerkte sie ein schwarzes Eichhörnchen, das zwischen den Mülltonnen hockte. Unzählige Wassertropfen perlten aus dem dichten Fell. Ob es auch so eine Abneigung gegen Regen hatte?, überlegte Marlene. Vielleicht kann ich ihm ein paar Nüsse hinlegen. Bestimmt findet es um diese Jahreszeit nicht mehr so viele.

Aus der Schublade unter dem Herd zog die den großen Beutel Haselnüsse. Gerade wollte sie einen Teil des Inhaltes in eine Schüssel schütten, als ein heftiger Schmerz im Nacken sie aufschreien ließ. Verdammt, was war das? Bitte lass es nichts Schlimmes sein. 

Sie wusste, sie arbeitete viel zu viel. Haushalt und ihre eigene Eventagentur, das war ein ganz schöner Kraftakt, den sie zu bewältigen hatte. Tobias war keine Hilfe, der war ständig im Auftrag seiner Firma unterwegs. 

Sie seufzte auf und rieb sich müde über das Gesicht. Ich brauche mehr Zeit für mich, dachte sie. Nur wie sollte sie diese Auszeit einplanen? Ihre Zwillinge waren noch zu klein, um ihr einen Teil der Arbeit abzunehmen. Weder ihre Eltern noch die von Tobias wohnten in der Nähe. Wären sie doch bloss in Paris geblieben, dort gab es wenigstens bessere Betreuung als hier in Deutschland. Und warum bitte mussten sie auf dem Land leben? Nein, so konnte das nicht weiter gehen. Sie musste dringend etwas ändern.... 

 

Vielleicht ist es nicht perfekt, aber ein guter Einstieg, wie ich finde. Wer mag, darf kommentieren, wie die Geschichte vielleicht weitergeht. 

 

Nächste Woche erfahrt ihr, wie meine Hausaufgabe aussieht. Ich habe einen Satz bekommen und soll daraus eine Geschichte schreiben. Der Satz lautet "Mit donnerndem Getöse hält der Orientexpress Einzug auf Gleis 1 des Hauptbahnhofes..." 

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