Wenn beim Mittagessen ein Buch entsteht...

 

"Das Kilian"? Aber das ist doch ein Restaurant und so heißt doch eine Figur in diesem Buch? Ja, genau. 

 

Es war ein sonniger Sonntag im Mai, als ich mich mit meiner wundervollen Kollegin Davina Mitchell zum Mittagessen traf, genau in diesem Restaurant. Und genau dort begannen wir eine besondere Geschichte zu spinnen. Jan, der Kellner, verfolgte in den nächsten 2 Stunden, wie wir diese Ideen auf einem Block festhielten. Und weil er so nett war, gaben wir ihm eine Rolle im Buch. Er ist jetzt der Inhaber der Millennium-Bar. 

 

Da wir beide Musik lieben, war es klar, dass dies eine entscheidende Rolle spielen soll. 

 

Die Frage der Location löste sich auch schnell: Wo liegt im Winter genug Schnee? In Kanada. Jetzt müssten wir nur überlegen, ob es an der West- oder Ostküste spielen soll. Da man in Vancouver Englisch spricht, fiel unsere Wahl auf diese Stadt. 

 

Die Grundidee für "Liebe heilt alle Wunden ... irgendwann" war geboren. Abwechselnd schrieben Davina und ich die Kapitel, während es draußen über 30 Grad war und in unserem Buch Schnee fiel. 

Vancouver bietet eine faszinierende Kulisse. Am Meer gelegen, ist die Stadt von hohen Bergen umgeben. Doch das Klima ist so mild, dass sogar Kirschbäume blühen. Ihr findet diese im Buch. 

 

Vancouver ist im Gegensatz zu Toronto eine relativ junge Stadt, die erst Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Das Kulturleben ist genauso vielfältig wie die Küche. Hier findet man alles, was das Herz begeht. Auch das Freizeitangebot ist nahezu unbegrenzt. Man kann im Sommer surfen oder die Wale beobachten und im Winter Ski fahren. Oder durch den Stanley-Park laufen. 

 Ein Mann hat in unserem Buch eine besondere Rolle bekommen: der US-Musiker Richard Marx. Seine Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben und auch Davina liebt seine Songs. Gegen Ende tritt er mit Adam Davis auf und gibt ein Konzert. Dass sich Richard für eine Kinderhilfsorganisation einsetzt, stimmt! 

 

Witzig ist dabei, dass wir bei der Recherche feststellten, dass Richard Marx nach Deutschland kommen wird, um hier einige wenige Konzerte zu geben. Leider hat das Corona-Virus seine Tournee verhindert, aber im September 2021 hoffen wir ihn hier in Frankfurt begrüßen zu dürfen. Vielleicht bekommen wir auch die Chance, ihm ein Exemplar SEINES Buches zu übergeben. Schließlich wurde es extra für ihn auf Englisch übersetzt. 


 

Im Buch "Liebe besiegt alle Zweifel ... irgendwann" versprach ich ja das Rezept für den Cedar Planked Salmon. Hier ist es:

 

Starte mit der Marinade: Vermische Olivenöl, Zitronenschale, Knoblauch, Kräuter, Salz und Pfeffer in einer Schüssel, die groß genug, auch den Lachs aufzunehmen. Gib den Fisch (schon enthäutet) hinzu und verteile die Marinade gleichmäßig darauf. Lass ihn nun mindestens 30 Minuten ziehen oder bis zum Grillen. 

 

Wässere in der Zwischenzeit die Zedernbretter (man bekommt sie im Supermarkt oder einem Holzhandel) für mindestens eine Stunde im Waschbecken oder einer Schüssel. Achte darauf, dass sie richtig vollgezogen sind, denn sonst beginnen sie zu brennen und das wollen wir ja nicht. Tupfe sie vorsichtig ab und positionieren nun den Lachs darauf. 

 

Lasse nun den Lachs bei mittlerer Hitze für ca. 15 Minuten auf dem Grill garen. Durch die Wärme werden die Aromen des Holzes freigesetzt und diese geben dem Fisch ein besonderes Aroma. 

 

Dazu kann man frisches Baguette oder einen Salat servieren. Ganz wie du möchtest. 

 

Guten Appetit. 


Wie du sicherlich gesehen hast, hat Davina am zweiten Band nicht mitgeschrieben. Zum einen, weil sie ja noch zur Schule geht und hier genug zu tun hatte. Zum anderen, weil sie sich nicht vorstellen kann, dass eine solche Liebesgeschichte funktionieren kann. Isabella ist ja 12 Jahre älter als Kilian, aber genau das fand ich persönlich so spannend. Die Idee mit der toxischen Beziehung, aus der Isabella geflohen ist, war allerdings von Davina und sie findet es gut umgesetzt. 

 

Wieder war Musik ein zentrales Thema, denn auch wenn Davina dieses Mal nicht dabei war, war und ist Musik wichtig für uns beide. Es hilft uns, in schwierigen Zeiten nicht den Mut zu verlieren. 

 

Wie immer habe ich sehr detailliert recherchiert und dank meines guten Freundes Michael Schurr, der Musikmanagerin ist, viel über dieses Business gelernt. 

 

Auch die Orcas schwimmen in der Bucht vor dem Stanley-Park, doch wie Kilian im Buch schon anmerkte, sind sie normalerweise Ende November nicht mehr zu sehen. Sie sind dann bereits unterwegs gen Süden.